Warum eine gewöhnliche Reiseversicherung im Krieg nicht greift
Die meisten Policen, die Ausländer für Auslandsreisen abschließen, enthalten in ihren Standardbedingungen einen direkten Ausschluss von Kriegsrisiken. Das bedeutet: Gesundheitsschäden, Behandlungs- oder Evakuierungskosten, die durch Kampfhandlungen, Beschuss, den Einsatz der Luftabwehr oder herabfallende Trümmer entstehen, werden schlicht nicht erstattet. Eine solche Police mag auf dem Papier gültig aussehen, erweist sich im Ernstfall jedoch als wertlos.
Genau deshalb braucht es für einen Besuch in der Ukraine im Jahr 2026 ein eigenes Produkt – eine Versicherung mit aktiver Deckung von Kriegsrisiken. Das ist keine Zusatzoption „für alle Fälle“, sondern eine Grundvoraussetzung, ohne die die Police ihre eigentliche Funktion gar nicht erfüllt.
Welche Versicherer tatsächlich Kriegsrisiken übernehmen
Man sollte den Markt ohne Illusionen betrachten. Längst nicht jedes Unternehmen, das formal über eine Lizenz für die Reisekrankenversicherung verfügt, ist bereit, während aktiver Kampfhandlungen auch Kriegsrisiken zu tragen. Ein großer Teil der ukrainischen Versicherer schließt solche Ereignisse entweder vollständig aus oder bietet die Deckung nur für inländische Kunden oder Firmenprogramme an.
Statt einer Liste konkreter Markennamen, die schnell veraltet und in die Irre führen kann, orientieren Sie sich daher an einer Reihe von Merkmalen eines verlässlichen Anbieters solcher Deckung:
- Vorhandensein einer Lizenz der Nationalbank der Ukraine für die entsprechende Versicherungsklasse. Die NBU ist die alleinige Aufsichtsbehörde des Versicherungsmarktes und bestimmt, wer legal tätig sein darf.
- Direkte, schriftliche Aufnahme der Kriegsrisiken in die Vertragsbedingungen – keine mündlichen Zusagen eines Beraters, sondern eine konkrete Klausel in den Versicherungsbedingungen.
- Transparente Limits und territoriale Ausschlüsse, klar und ohne schwammige Formulierungen dargelegt.
- Zugehörigkeit zu einer Gruppe mit ausreichender Solvenz, die ihre Verpflichtungen auch bei Großschadenereignissen erfüllen kann.
Der Service, den wir auf ukraineborder.com anbieten, ist genau auf diese Anforderungen ausgerichtet. Als Versicherer fungiert ein von der Nationalbank der Ukraine reguliertes Unternehmen (Versicherungsklasse 18), das zu einer in der EU börsennotierten Gruppe gehört und den Vorgaben von Solvency II unterliegt – dem europäischen Standard für die Finanzstabilität von Versicherern. Der Abschluss erfolgt über einen Vermittler mit der USREOU-Nummer 44559356 unter Einhaltung der Informationspflichten gemäß der Richtlinie über den Versicherungsvertrieb (IDD).
Bedingungen und Limits: worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
Achten Sie beim Vergleich von Policen mit Kriegsdeckung auf einige zentrale Parameter – und nicht nur auf den Endpreis.
Versicherungssumme. Das ist die Obergrenze, bis zu der Kosten für medizinische Versorgung und Evakuierung übernommen werden. Für einen realistischen Schutz im Krieg sollten Sie ein zeitgemäßes Deckungsniveau wählen, das für eine aufwändige Behandlung und einen Transport ausreicht.
Was genau enthalten ist. Eine gute Police deckt Notfallversorgung, stationäre Behandlung sowie medizinische Evakuierung und Rückführung, die durch Kriegsereignisse verursacht wurden. Prüfen Sie sorgfältig, ob diese Punkte nicht in gesonderte Ausschlüsse ausgelagert wurden.
Laufzeit und Geltungsbereich. Die Police muss während Ihres gesamten Aufenthalts gelten und die Regionen abdecken, in die Sie tatsächlich reisen wollen.
Preis. Der Marktbereich für eine solche Deckung liegt bei wenigen Euro pro Tag und hängt von Reisedauer, Alter und gewähltem Limit ab. Der genaue Betrag wird individuell auf der Berechnungsseite ermittelt – feste Preise im Voraus kann es nicht geben.
Die vier Kategorien territorialer Ausschlüsse
Kein seriöser Versicherer deckt das gesamte Staatsgebiet vorbehaltlos ab. Korrekte Ausschlüsse werden jedoch nicht über ganze Oblaste formuliert, sondern über klar definierte Zonenkategorien. Genau dieser Ansatz erlaubt es Ihnen, in sicheren Regionen frei zu reisen. Standardmäßig sind exakt vier Kategorien von der Deckung ausgenommen:
- Zonen aktiver Kampfhandlungen, festgelegt durch die entsprechenden staatlichen Rechtsakte.
- Vorübergehend besetzte Gebiete.
- Eine Pufferzone von 50 km Breite rund um die beiden vorgenannten Kategorien.
- Gebiete mit besonderem Zugangsregime.
Außerhalb dieser vier Kategorien gilt die Police ganz regulär. Das ist der grundlegende Unterschied zum veralteten Ansatz, bei dem ganze Oblaste aus der Deckung „gestrichen“ wurden und der Reisende selbst in ruhigen Städten ohne Schutz blieb.
So schließen Sie im Krieg eine Police ab: Schritt für Schritt
Der Ablauf ist vollständig digital und erfordert keinen Besuch im Büro.
- Öffnen Sie die Berechnungsseite und geben Sie Reisedaten, Alter und gewünschtes Deckungsniveau an.
- Prüfen Sie die Bedingungen – achten Sie auf die Aufnahme der Kriegsrisiken und die Liste der territorialen Ausschlüsse.
- Tragen Sie die Daten der versicherten Person in lateinischer Schrift ein, genau wie im Reisepass.
- Zahlen Sie online – der Preis wird automatisch berechnet.
- Erhalten Sie die Police per E-Mail als PDF; sie lässt sich auch vom Smartphone vorzeigen.
Die Berechnung und den Abschluss einer Police mit Kriegsrisiko-Deckung finden Sie auf der Seite zum Versicherungsabschluss – das dauert nur wenige Minuten und ist bereits vor der Einreise in die Ukraine möglich.
Das Wichtigste in Kürze
Eine gewöhnliche Reiseversicherung schützt im Krieg nicht. Wählen Sie ein Produkt mit direkter Aufnahme der Kriegsrisiken, klaren Limits und korrekten territorialen Ausschlüssen im Format der vier Zonenkategorien. Prüfen Sie die NBU-Lizenz und die Finanzstabilität des Versicherers – und schließen Sie die Police rechtzeitig online ab.